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By Erasmus Desiderius

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Nunmehr entsteht die »geistige Liebe«, d. h. ' I " Vorzüge des Partners ausgeht und von diesem ihrerseits geliebt werden will. »Die geistige Liebe (moral de l'amour) bestimmt diese Begierde, sich ausschließlich auf einen Gegenstand zu fixieren, oder gibt ihr zumindest für diesen bevorzugten Gegenstand einen höheren Energiegrad. Es ist nun aber leicht zu sehen, daß diese geistige Liebe ein künstliches Gefühl (sentiment factice) darstellt, das alrlS dem gesellschaftlichen Herkommen hervorgegangen ist und von den Frauen mit viel Geschick und Sorgfalt gepflegt wird, um ihre Herrschaft zu errichten und das Geschlecht, das gehorchen sollte an die Macht zu bringen.

Zwar ist der Bezug auf den begehrten Gegenstand jetzt »gebrochen« und indirekt. Der amour-propre richtet sich ja mehr auf die Hindernisse, die dem Genuß im Wege stehen und auf die Mitmenschen als Mittel, die möglichen Genuß verschaffen. Es geht aber doch immer um die physische (biologisch-tierische) Existenz, nicht um etwas »Geistiges«. Anders scheint der Fall schon bei der »Anerkennung«, bei der Begierde nach Ehre und Ruhm zu liegen. Ehre und Ruhm sind etwas »Geistiges«, aber das Wesen, das nach ihm strebt, bleibt noch ganz in seiner »existence absolu« befangen.

Ich werde auf die »höhere Form der Selbstliebe« (oder Liebe zum »höheren Selbst«) noch einmal ausführlich zurückkommen. Hier sollte nur angedeutet werden, daß die Anerkennung der Natürlichkeit und Güte der nüenste-- 66 (wohlwollenden) Selbstliebe im Mittelpunkt auch christlich-spiritualistischer Ethiken stand und deshalb bei Rousseau keineswegs auf einem sensualistischen Eudämonismus beruhen muß. Die Selbstsucht (amour-propre) wird von französischen Theologen und Moralisten des 17. Jahrhunderts ebenfalls schon lange vor Rousseau als die Wurzel aller Laster und bösen Leidenschaften beschrieben.

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